Ein Nachbar meldete am Donnerstagabend, den 08.07.2010 gegen 18:40 Uhr über den Notruf 112 der Feuerwehr, dass eine Wohnung in einem Wohnhaus in der Hauptstraße (beim Brahmsplatz) brennen und sich mehrere Personen hilferufend noch im Haus befinden würden.
Die Feuerwehrleitstelle Baden-Baden erhöhte unmittelbar nach der Notrufabfrage die Alarmstufe des Einsatzstichworts "Wohnungsbrand" auf die 2. Stufe, eine Gefahr für Menschenleben geschildert wurde.
Es wurden zur Unterstützung der Hauptfeuerwache und der Abteilung Lichtental, die Abteilungen Stadtmitte, Oos, Ebersteinburg, die dienstfreie hauptamtliche Wachschicht und die Führungsgruppe, der Rettungsdienst verstärkt von der Ortsgruppe Lichtental und die Polizei alarmiert. Die erste Einheit, das HLF 20/20 der Hauptfeuerwache, baute standardmäßig den Löschangriff mit 2 PA (Pressluftatemgeräte) und einem C-Rohr in das 1. Obergeschoß auf, während die weiteren Einsatzkräfte der Abteilung Lichtental parallel einen 2. Angriffstrupp stellten um den Rest des komplett verrauchten Gebäudes abzusuchen. Die Wohnungstür wurde vom Angriffstrupp gewaltsam geöffnet, um in den Brandraum zu gelangen. Das brennende Bett konnte schnell abgelöscht werden und wurde zur Sicherung ins Freie gebracht. Anschließend wurde in den allen Stockwerken des Gebäudes Abluftöffnungen (geöffnete Fenster) geschaffen um im Bereich des Hauseingangs ein Überdrucklüfter zur Entrauchung in Stellung zu bringen. Die Bewohner der oberen Stockwerke wurden wegen dem Rauch angewiesen die Türen geschlossen zu halten. Eine Person wurde vom Rettungsdienst mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung behandelt, weil sie das Feuer mit einem Pulverlöscher bis zum Eintreffen der Feuerwehr in Grenzen halten konnte, musste jedoch nicht in die Stadtklinik gebracht werden.
Der reine Brandschaden wird auf rd. 2.000 Euro, der Fahrnisschaden auf rd. 5.000 Euro geschätzt. Im weiteren Verlauf der polizeilichen Ermittlungen ergab sich ein Tatverdacht gegen eine Bekannte des Wohnungsnehmers, die sich vor Brandentdeckung in der Wohnung aufgehalten hatte. Die 54-jährige Frau konnte am Freitagvormittag von der Kripo ermittelt und vorläufig festgenommen werden. Im Rahmen der Vernehmung räumte die Frau ein wegen einer Beziehungskrise den Brand vorsätzlich verursacht zu haben. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde die Frau auf freien Fuß gesetzt. Strafanzeige wegen des Versuchs einer schweren Brandstiftung wird nach Abschluss der Ermittlungen erstattet.
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